Feuerwerks-Logistik: Die HGK lässt’s krachen!
Köln, Sitz des südlichsten Seemannsamtes der Republik, weit weg von jedem Meer und (Binnen-)Hafenstadt Nummer zwei in Deutschland. Über zehn Millionen Tonnen Güter werden hier jährlich umgeschlagen. Für den reibungslosen Ablauf sorgt die HGK – und lässt es einmal im Jahr ordentlich krachen.
Wolkenloser Himmel, 25 Grad: Es knallt, zischt und tausendfach regnet es glänzende Sterne. Friedvoll feiern am 17. Juli 2010 gut 900.000 Besucher die zehnte Auflage der Kölner Lichter und die Feuerwerkstechniker rund um Chef-Pyrotechniker Georg Alef dürfen wieder zeigen, was sie drauf haben. Highlight am Abend: Eine brennende Domkonstruktion steigt in den Himmel und bringt vor allem die Kölner zum Staunen.
Wolkenloser Himmel, 25 Grad: Es knallt, zischt und tausendfach regnet es glänzende Sterne. Friedvoll feiern am 17. Juli 2010 gut 900.000 Besucher die zehnte Auflage der Kölner Lichter und die Feuerwerkstechniker rund um Chef-Pyrotechniker Georg Alef dürfen wieder zeigen, was sie drauf haben. Highlight am Abend: Eine brennende Domkonstruktion steigt in den Himmel und bringt vor allem die Kölner zum Staunen.
Foto: Carina Groh
Feuerwerksschiff im Niehler Hafen vorbereitet
So spektakulär der knisternde Feuerzauber, so unauffällig ist die Arbeit hinter den Kulissen. Ohne die Einsatzkräfte der Polizei, der Feuerwehr, der Stadt Köln und des DRK wäre das größte Feuerwerksspektakel über dem Rhein undenkbar. Was nur wenige wissen: Zum Erfolg der Veranstaltung trägt auch die Hafen und Güterverker Köln AG (HGK) bei. Genauer: ihr Mitarbeiter Ulrich Wünsche im Niehler Hafenamt. Hier ist der Hafenfachmann für die Sicherheit der Gefahrgutverladung der Feuerwerk-Container vom Lkw auf das Schiff und dessen späterer Fahrt zum Einsatzort zuständig.
Jede Menge Schwarzpulver
Während die Pyrotechniker mit jede Menge Schwarzpulver im Bauch der Schiffe arbeiten, hat der 60-Jährige tagelang alle Hände voll zu tun. Bevor sich am Veranstaltungsabend alle Schiffe, die mit dem hoch explosivem Material beladen sind, in Bewegung setzen, müssen sie gekennzeichnet werden. Drei blaue Kegeln zeigen an: höchste Gefahrenstufe. Wünsche koordiniert auch die Zusammenarbeit von Feuerwehr, Wasserschutzpolizei und den anderen Einsatzkräften. Beispielsweise wenn es darum geht, gemeinsam mit der Wasserschutzpolizei die Fahrt des 190 Meter langen Gütermotorschiffs „Colombia“ vom Hafen zum Tanzbrunnen abzusichern.
Damit alles ohne Zwischenfälle über die Bühne geht, stoppt Wünsche für mehrere Stunden die komplette Schifffahrt auf dem Rhein. Außerdem erteilt er Liege- und Ankerverbote von Porz-Langel bis Stammheim und zwischen Hohenzollern- und Zoobrücke, dem Haupveranstaltungsort.
Damit alles ohne Zwischenfälle über die Bühne geht, stoppt Wünsche für mehrere Stunden die komplette Schifffahrt auf dem Rhein. Außerdem erteilt er Liege- und Ankerverbote von Porz-Langel bis Stammheim und zwischen Hohenzollern- und Zoobrücke, dem Haupveranstaltungsort.
Nach dem Feuerwerk ist vor dem Feuerwerk
Für Wünsche, der sich gerade über sein viertes Enkelkind freut, alles Routine. „Nach so vielen Jahren ist das für mich nichts Außergewöhnliches mehr. Nur das Zusammentreffen mit Georg Alef ist immer wieder spannend. Der ist ein vollkommen uriger Typ, natürlich und souverän.“ Ulli Wünsche, der leidenschaftlicher Kunstturner war, ist auch so einer. Sein Motto: „Nach dem Feuerwerk ist vor dem Feuerwerk.“ Also dann, Schiff ahoi.
Erfahren Sie mehr über die HGK. Hier geht es zur offiziellen Webseite der Kölner Lichter.
Erfahren Sie mehr über die HGK. Hier geht es zur offiziellen Webseite der Kölner Lichter.











